Vereinsreise nach Sopron
Der VdT-Wien veranstaltete heuer - nach einigen Jahren Pause - wieder eine Fahrt nach Sopron zum Ganslessen. Damit aber die Kultur nicht zu kurz komme, war davor der Besuch des in Fertöszeplak gelegenen Eisenbahnlampenmuseums sowie des Esterhazy-Schlosses in Fertöd geplant.
Leider hatte das Wetter mit uns wenig Einsehen
und bescherte uns bereits in Wien mehr oder minder starken Regen.
Unser Reiseleiter Dr. Laszlo Wilfing erzählte uns während der Fahrt zu unserem
ersten Ziel viele interessante Einzelheiten über Land und Leute. (Hätten Sie
gewußt, dass der Name Burgenland nicht auf die Anzahl der Burgen sondern auf die
Endung der Städtenamen - wie Ödenburg - zurückzuführen ist?)
Im
Eisenbahnlampenmuseum konnten wir Lampen aus
der ganzen Eisenbahn-Welt - von Amerika über Europa bis nach Neu Seeland -
bewundern. Ein Mitarbeiter der Raab-Ödenburg-Ebenfurter Eisenbahn sammelt privat
mit großer Begeisterung und Enthusiasmus seit vielen Jahren diese nicht
alltäglichen Stücke, die in einem kleinen, gut beheiztem, Raum ausgestellt sind.
Seine Frau heizte uns darüber hinaus auch noch ordentlich mit einem Stamperl
Schnaps ein.
Beschwingt, aber immer noch bei Regen, fahren
wir weiter ins nahe liegende Schloß Esterhazy in Fertöd. Hier eine kurze
Beschreibung der Entstehungsgeschichte dieses sehenswerten Stückes Architektur
und Kunst:
Schloß Esterház bei Fertöd
liegt im Südosten des Neusiedler-Sees im heutigen Ungarn. Fürst Nikolaus I. war
im Jahre 1764 zur Krönung Joseph
II. als römischer
König nach Frankfurt am Main gefahren und benutzte diese Gelegenheit nach
Versailles weiterzureisen. Dort faßte er den Plan, das von Fürst Esterhazy
erbaute kleine Jagdschloß im Stile von Versailles umzubauen und beauftragte 1764
damit die Hofbaumeister Mödlhammer und Melchior Heesel. Der Um- und Ausbau
dauerte insgesamt 46 Jahre. Joseph Haydn, der Esterhazy'sche Hofkomponist
und Begründer der Wiener Klassik verweilte hier viele Jahre. Im Konzertsaal des
Schlosses wurde 1772 seine Abschiedssymphonie uraufgeführt.
Der prächtige Barockbau, welcher auch Ähnlichkeiten mit Schloß Schönbrunn in
Wien aufweist, besteht aus einem Hauptgebäude und Freitreppen zum Mitteltrakt,
die in einem Balkon enden.
Schloß Esterházy war 1766 das prächtigste Schloß Ungarns, zählt zu den
größten und schönsten Barockschlössern in diesem Land und ist Teil des
Weltkulturerbes, der gleichzeitig in den Nationalpark Fertö-Hansag eingebunden
ist.
Wollen Sie mehr professionelle Fotos (Copyright Joe Nemeth) des Schlosses sehen,
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Nach dieser kulturellen 'Vorspeise' ging es weiter zum kulinarischen Teil in das
Restaurant Perkovatz, wo nur für uns im ersten Stock prachtvoll gedeckt worden
war. Das Restaurant im Stile eines englischen Pubs hat eine fast familiär zu
nennende Atmosphäre. Wie man den Kommentaren der Teilnehmer entnehmen konnte,
hat es allen hervorragend geschmeckt.
An dieser Stelle muss unbedingt ein Lob an den Organisator des Ausfluges sowie
das langjährige Mitglied unseres Vereines Hrn. Josef KOLAR ausgesprochen werden!
Nach einem Abstecher zum 'Paneuropäischen Picknick' wurde das Programm mit einem Heurigenbesuch in Weiden beendet.